Wichtige Fragen zum „Spitalsnetz Bezirk Liezen“

17 Juni, 2025

Wir beantworten
Ihre Fragen

Wie ist der aktuelle Projektstand?

Der Regionale Strukturplan Gesundheit 2030 (RSG-St 2030) und damit auch das Spitalsnetz für den Bezirk Liezen wurden am  19.12.2025 von der Landeszielsteuerungskommission beschlossen. Seit 01.01.2026 ist der RSG-St 2030 nun gültig, die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2030.

Nähere Infos zu den einzelnen Umsetzungsschritten siehe Folge-Fragen.

Wann beginnt die Weiterentwicklung am Standort Rottenmann?

Der Start der baulichen Weiterentwicklung ist für 2026 vorgesehen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bei laufendem Betrieb und ist langfristig angelegt.

Ein entsprechendes Entwicklungskonzept liegt vor. Die Planungen für die Adaptierung des Standortes Rottenmann haben bereits gestartet.

Die Umsetzung erfolgt durch eine schrittweise Sanierung des Bestands sowie durch einen Neubau des Hauses 2. Die Gesamtdauer der baulichen Maßnahmen wird derzeit mit 12 bis 16 Jahren veranschlagt.

Wie viele Betten stehen künftig in Rottenmann und Bad Aussee zur Verfügung?

Für den Spitalsverbund Rottenmann–Bad Aussee sind insgesamt 175 Betten bzw. ambulante Betreuungsplätze vorgesehen, davon:
• 165 stationäre Betten – inklusive Tagesklinik
• 10 ambulante Betreuungsplätze

Auf den Standort Rottenmann entfallen:
• 145 stationäre Betten – inklusive Tagesklinik
• 6 ambulante Betreuungsplätze

Auf den Standort Bad Aussee entfallen:
• 20 stationäre Betten
• 4 ambulante Betreuungsplätze

Die künftige Versorgung gliedert sich in die Fachbereiche Innere Medizin, Orthopädie und Traumatologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Remobilisation und Nachsorge, Radiologie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Palliativ- und Hospizversorgung.

Wie entwickelt sich die Orthopädie und Traumatologie in Rottenmann?

In Kooperation mit der Klinik Diakonissen Schladming erfolgt der Ausbau schrittweise:

  • ab Juli 2026: tagesklinische Leistungen
  • ab Ende 2026: wochenklinischer Betrieb
  • ab Sommer 2027: Vollbetrieb

Welche Änderungen treten mit 1. April 2026 in Bad Aussee in Kraft?

Die Akutversorgung bleibt durchgehend über die internistische Ambulanz und die Ambulante Erstversorgung (24/7) sowie die Kooperation mit dem Krankenhaus Bad Ischl sichergestellt. Geplante operative Eingriffe werden künftig vorwiegend am Standort Rottenmann durchgeführt.

Der Schwerpunkt in Bad Aussee ist das Department für Akutgeriatrie und Remobilisation (RNS). Damit wird insbesondere die Versorgung älterer Menschen gestärkt – von der Behandlung akuter Erkrankungen bis zur nachhaltigen Wiederherstellung der Selbstständigkeit.

Die RNS ist ein Bindeglied zwischen Akutversorgung und Ambulanter Betreuung/Rehabilitation. Sie richtet sich an Patientinnen und Patienten, die nach der Akutbehandlung weiterhin medizinische, pflegerische und therapeutische Unterstützung benötigen, um ihre Mobilität und Selbstständigkeit wiederzuerlangen.

Die RNS wird in Rottenmann mit einer Dialysemöglichkeit kombiniert – ein in dieser Form besonderes Versorgungsangebot.

 

Kommt es zu einer Leistungsreduktion an den drei Standorten?

Am Standort Rottenmann wird das Spektrum ausgebaut und an den anderen beiden Standorten werden Schwerpunkten gesetzt. Es ist zB sinnvoll, dass Schladming weiterhin eine Orthopädie und Traumatologie anbietet. In Bad Aussee macht aufgrund der Altersstruktur und der Rahmenbedingungen die Etablierung einer Akutgeriatrie mit Remobilisation Sinn.

Kann am Standort Rottenmann eine vernünftige Versorgung sichergestellt werden?

Mit dem  vorgesehenen Leistungsspektrum ist eine umfangreiche Versorgung am Standort Rottenmann gewährleistet. Das Behandlungsspektrum wird aufgewertet, neu hinzu kommen eine neue Abteilung für Orthopädie und Traumatologie, ein Department für Remobilisation und Nachsorge, Hospizbetten und eine Versorgungseinheit für Kinder und Jugendliche sowie ein multifunktionaler ambulanter Eingriffsraum.

Wäre es nicht sinnvoller das LKH Rottenmann als „Leitspital“ zu positionieren?

Der Standort Rottenmann erfährt im „Spitalsnetz Bezirk Liezen“ eine fachliche Aufwertung, da dessen Leistungsangebot erweitert wird. Dabei handelt es sich um eine Abteilung für Orthopädie und Traumatologie, ein Department für Remobilisation und Nachsorge sowie Hospizbetten. Die vorgesehene Kooperation zwischen den drei Standorten gemeinsam mit den Krankenhausstandorten in Bad Ischl und Schwarzach ermöglicht eine lückenlose Versorgung für die Bewohner und Bewohnerinnen des Bezirks.

Wird Bad Aussee nun zu einem Sonderkrankenhaus „abgewertet“?

Der LKH-Standort Bad Aussee war bereits in einem Verbund mit dem LKH Rottenmann, das bleibt auch in Zukunft unverändert. Am Landeskrankenhaus-Standort Bad Aussee wird in Zukunft ein Schwerpunkt für den alten Menschen etabliert und daher das Department für Akutgeriatrie und Remobilisation angesiedelt. Außerdem wird es eine internistische Akut-Ambulanz geben. Nähere Infos dazu …

Wie wird die Versorgung der Bevölkerung des Ausseerlands in Zukunft gesichert?

Am LKH-Standort in Bad Aussee wird ein Department für Akutgeriatrie und Remobilisation als Zentrum zur Behandlung und Versorgung von älteren Menschen etabliert. Am Standort des Landeskrankenhauses ist eine ambulante Versorgung durch ein Gesundheitszentrum (mit einer zusätzlichen ambulanten Kinderversorgung) und eine 24/7-Notfallversorgung durch einen Notarztstützpunkt vorgesehen. Der geplante Abschluss einer Vereinbarung mit dem Salzkammergutklinikum (Standort Bad Ischl) gewährleistet in Zukunft die volle Bandbreite in der Spitalsversorgung für die Bevölkerung im Ausseerland.

Das LKH Bad Ischl ist ca. eine halbe Autostunde entfernt. Wie wird die akute Versorgung der Bevölkerung aus Bad Aussee sichergestellt?

Das LKH Bad Ischl liegt innerhalb der in ganz Österreich geltenden Erreichbarkeitsgrenzen für Spitäler. Mit dem vorgesehenen Gesundheitszentrum vor Ort und dem Notarztstützpunkt ist die Versorgung der Patient*innen gesichert.

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